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Das Internet der wilden Dinger

Rezeptionsnachweis zu Maurice Sendaks Wo die wilden Kerle wohnen (Diogenes 2013)

Nach einem Streit mit seiner Mutter lässt sich Max, zumal im Wolfskostüm, nicht von ein paar halbwegs grüffelesken Riesenblödlern auf einer fernen Trauminsel einschüchtern und wird kurzerhand ihr Tonangeber. Da Max von Natur aus der wildeste aller Kerle ist, wird zunächst quoderatdemonstermäßig getobt und Hermann die Wildsau rausgelassen. Doch irgendwann ist auch mal gut mit dem Unfuga-Uga – die Sehnsucht nach inniger Liebe und Geborgenheit überwältigt den Jungen und er muss einsehen, dass nur ein Ort im Universum jene Wärme spenden kann. Wieder in seinem Kinderzimmer angekommen, findet er prompt ein Friedensangebot in Form von Essen vor, das Max’ Mutter ihrem Sohn als Bestrafung für dessen unbändige Tobsucht eigentlich vorenthalten wollte …

Während für Gerhard S.‘ Fünfjährigen die „Geschichte enttäuschend kurz“ gewesen ist und Christian Fries‘ Sohn „nie auf die Idee kommen [würde], mit einer Gabel auf einen Hund loszugehen“, findet Katharina die Bilder zu Recht „künstlerisch sehr ansprechend“ und Franzi meint, dass der Text „auch für Kinder mit nicht so guten Deutschkenntnissen geeignet“ ist. Auf der einen Seite gibt es Leser wie natea, die zusammen mit ihrem Sohn „die Angst weggebrüllt“ hat, auf der anderen Seite SK, der/die wegen dieses Buches „sehr oft schreiend aufgewacht“ ist. Unabhängig davon sollte sich Klaus Kallenberg, der angesichts einer Lieferverzögerung verwundert „Häh? Bisher nix bekommen“ exklamiert, ein Beispiel an Albion Engel nehmen, der das Buch ganz easy im „Buchladen angesehen und durchgelesen“ hat.

Als Fazit möchte man sich jedenfalls Amazon Kunde anschließen: „Ein schönes Buch, welches ich aus meiner Kindheit kenne und meiner Tochter vorlesen möchte. Leider hatte mein Kindheitsbuch aufgrund der Popularität meinerseits nicht überlebt.“

Bildquelle: (c) www.diogenes.ch

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