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Interkálnay

Interview mit Autorin Juliana Kálnay.


Taranteln reimen sich auf Hanteln – Zufall?

Auf Beifall oder Abfall.

 

Wie nennt man eine Karte, auf der die Positionen aller Finger eingezeichnet sind?

Handatlas?

 

Wo befinden sich Dachbodens Geschlechtsorgane?

Tendenziell würde ich sie eher am Dachstuhl als auf dem Boden suchen.

 

Ist es falsch, den Feind zu überdachen?

Nicht, solange man an die Fenster denkt.

 

Was kann man gegen eine zu Brunch gegangene Glasscheibe tun?

Nichts. Lieber noch eine aufs Brot legen.

 

Wie heißt der fensterlose Raum im Kopf?

Dunkelkammer.

 

Wie oft muss ich abbiegen, um zum Gehirn zu kommen?

Geradeaus. Immer geradeaus.

 

Worauf will einer hinaus, der viermal rechts abbiegt?

Es handelt sich um ein reines Ablenkungsmanöver.

 

Wie nennt man ein Gehirn mit Beinchen?

Gehhirn.

 

Wie kann man bei Beulen Original und Kopie auseinanderhalten?

An der Konvexität. Häufig auch an der Komplexität.

 

Sind diese Tränen ein guter Jahrgang?

Gute Jahrgänge sind staubtrocken.

 

Wie lauten die Blindheitsgrade verschiedener Gemüsesorten?

Kartoffelaugen sind nachtblind. Ansonsten kenne ich mich damit nicht so gut aus.

 

Wenn Augen Schüler sind, wer ist ihr Lehrer?

Ich müsste mal wieder zum Sehtest.

 

Wie heißt das Geräusch, das Augen macht/en?

ZZZZzzzz.

 

Wie klingen Handgeräusche von Würmern?

Grauenhaft. Ich möchte es nie wieder hören.

 

Ist es nicht ein bisschen übertrieben und pompös, die Verpackung des Kraft-Gels von Pril gleich zu vergolden, nachdem es von der Stiftung Wabentest zum Honig des Jahres gekürt worden ist?

Ein bisschen ja. Aber immerhin haben sie am Diamantstaub gespart.

 

Eignet sich ein Brustkorb als Willkommensgeschenk?

Nur, wenn genügend Platz vorhanden ist.

 

Was beweist das Nichterscheinen von Hummer?

An sich noch gar nichts.

 

Woran erkennt man, dass man einem Gestrüpp entwachsen ist?

Als Erstes an den Wurzeln.

 

Was ist lauter – keine Wimper oder Ruhe?

Ruhe. Die wird ja oft angeschrien.

 

Was macht das durchschnittliche Morgengrauen eigentlich so schlimm?

Die Uhrzeit.

 

Ein gutes Interview ist wie ein Schachspiel: Wie sähe ein Schachmatt aus?

Die interviewte Person wird so lange mit Fragen gelöchert, bis sie keinen Schritt mehr vorwärts machen kann und an der Kante übers Brett stürzt. Dann wäre sie wirklich ermattet.

 

Aber es wäre doch sicher ziemlich trollig, ein Interview NIEMALS zu beenden, oder?

Don’t feed the troll!


Bildquelle: (c) Mathias Prinz

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