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Irrwege einer Irrenden Irren

Von Anne Luise ANTRUP.

Irre, dieses Wort.

Mit irrsinnigen und irrsinnig vielen Bedeutungen.

Verirre ich mich auf Irrwegen,

Da in der Ferne ein Irrlicht mich anlockt,

Doch ihm zu folgen, als Irrtum sich erwies.

In meinen irrigen Träumen

bin ich selber eine Irre

Verrückt, weil ich Ich sein will.

Irre, sagt Er, du bist irrsinnig schön.

Sie sagt: du bist irre;

meint sie verrückt

meint sie außergewöhnlich?

Irre ich auf Erden,

meinen Platz unter Irdischen zu finden,

verirre mich immer wieder,

zwischen den verlorenen Seelen,

die wie ich, suchend nach einer Heimat,

die dem Irren ein Ende setzt,

dem Irrenden ein Heim stellt.

Irrsinnig allein, unter all den Irrenden zu sein.

Frag ich mich ob ich bei den Iren heimisch würde?

Doch kann ich als Irre keine Irin werden.

Die irische Landschaft beruhigt mich,

Das tiefe Grün fasziniert,

Das dunkelblau der Seen besänftigt,

Das Grau des Himmels lindert meine Sehnsucht,

Das Gemüt der Iren, mich anlockt.

Ist dies das Ende meines Irrens?

Bin ich nun ich und nicht eine Irre?

Doch eine Irin ich nie sein werde, auch wenn mein Irren vorüber.

Irritation in meinem Leben; ist das Irren erst mit dem Tod vorbei?

Bildquelle: (c) DA

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