Novelle

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Bekenntnisse eines Scheißefressers

Von Mäck.

(Koprophilie: Bezeichnung des sexuellen Lustgewinns durch menschlichen Kot, bzw. dessen Ausscheidung. Die Erregung entsteht dabei beispielsweise durch das Beobachten des Ausscheidevorgangs, den Anblick von Kot, oder auch durch direkten Körperkontakt. Solche Kotspiele können rein auto-erotisch sein, oder mit einem Partner praktiziert werden. Der eigene oder fremde Kot wird dabei häufig auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert. Diese Neigung kann auch bis zum Essen der Exkremente reichen. Koprophilie wird als ein von der Norm abweichendes Sexualverhalten gewertet. Daten über die Häufigkeit koprophiler Neigungen sind kaum bekannt. Gängige Bezeichnung für Koprophilie sind Kaviar, Scat, oder Nutella. Quelle: Wikipedia)

Was war das für ein Spaß, als ich im Frühjahr 2009 ein paar Photos auf Facebook postete, die mich mit meiner eigenen Scheiße in der Fresse zeigten. Die Reaktionen waren gemischt. Viele hielten die Bildnisse für einen Fake, andere ekelten sich und schrieben, daß das krank sei, und andere wiederum fanden die Sache sehr cool (vor allem die Mädels). Ich selbst redete mich heraus, indem ich behauptete, daß es sich dabei um Kunst handeln würde. Aber tatsächlich fand ich an der Geschichte mehr Gefallen, als ich mir zu diesem Zeitpunkt eingestehen wollte.

Keine Ahnung, was der Auslöser war, warum ich um 2007 plötzlich anfing, auf Scat abzufahren. Und auf Lack und Leder. Und auf die ganze S&M-Geschichte. Damit hatte ich vorher nie etwas zu tun. Mir war nur klar, daß mich das Ganze auf einmal unglaublich anturnte. Okay, S&M an sich war nicht neu für mich. Als ich 14 war, wurde ich von Eugen, damals 65, in die Liebe eingeführt. So ein Opatyp mit Bauch. Er richtete mich zu seinem gelehrigen Sklaven ab. Das war eine heimliche Liebschaft, die etwa ein Jahr andauerte und an die ich noch heute oft denken muß (vielleicht war es auch der geilste Sex, den ich je hatte. Ich werde an anderer Stelle mal genauer darüber berichten). Aber Scat war damals kein Thema. Erst 15 Jahre später stellte sich das Verlangen nach Pisse und Kacke so richtig ein. Wobei Pisse mich schon als achtjähriger geil machte, wenn ich ehrlich bin. Der Pissegeruch im Jungsklo gefiel mir. Das erste Mal ist mir so richtig einer abgegangen, als ich alleine in dem gekachelten Raum war, wo sich die Urinalrinne befand, die meistens verstopft und der goldene Champagne immer am überschwappen war. Vor Erregung beugte ich mich runter und badete meine Hände in der kalten Knabenpisse. Am liebsten hätte ich mich nackt ausgezogen und mich in die Rinne gelegt. Jahre später, als ich Berufsschüler war, da muß ich so 16 gewesen sein, erregte mich Scheiße zum ersten Mal. Ich betrat das Jungsklo. Björn, ein Punk, der in meine Klasse ging, kam mir entgegen, grinste über beide Backen und sagte: „Ich hab‘ gerade richtig geil gekackt!“. Das gefiel mir. Ich ging in die Kabine, die er vor mir benutzte, schloss die Tür, und der Duft von Björns Scheißhaufen und die Tatsache, daß ich gerade auf dem Scheißhaus sitze, auf dem er trohnte und am kacken war, machte mich geil und ich holte mir einen runter.

Anfangs schämte ich mich sehr dafür und es hat dann noch einige Jahre gebraucht, bis ich es auch tatsächlich akzeptieren konnte, ein Shitlover zu sein. Ich verachtete mich lange dafür. Es gab sogar mal kurz einen Punkt, an dem ich deswegen nicht mehr leben wollte. Ich sah es als eine Bestrafung Gottes an, daß er mich mit diesen Neigungen ausstattete. Aber die versauten und brutalen Vorstellungen, wie junge Kerle mich schlagen, treten und auspeitschen, über mir hocken und mich als Abort benutzen, häuften sich und stachelten meinen Trieb immer heftiger an (darunter waren auch Todesphantasien, in denen ich mit Terpentin übergossen und angezündet werde). Dabei handelte es sich fast immer um Jungs, die ich tatsächlich kannte: Tim, Tom, Marius, Richie, Thomas, Mehmed, Nico, Steffen, Johannes, Chrissy, Marko, Jonas – die Liste ist lang. Aber auch Musiker wie der Rapper Cassidy Fan und der Schnuckel Deryck Whibley (von der Punkband Sum 41), oder die Schauspieler Kostja Ullmann und Macaulay Culkin hatten es mir angetan. Wobei sich bis heute daran nichts geändert hat. Heute kommen noch die beiden Gamer Ardy und Taddl hinzu. Für die würde ich alles machen. Mein jetziges Leben würde ich sofort aufgeben, um deren Klosklave sein zu dürfen. Mein größter Traum! Nicht zu vergessen der junge Gott Hustensaft Jüngling – einmal seinen Kot und seine Pisse genießen zu dürfen, wäre SWAG!

Irgendwann im April 2009 kackte ich schließlich auf meinen gekachelten Badezimmerboden, beugte mich runter und nahm die Scheiße behutsam in die Hand. Ich fing an, die Kackwurst zu streicheln und zu küssen. Es hat mich verdammt viel Überwindung gekostet, doch die Leidenschaft war stärker. Schließlich leckte ich daran. Zuerst zaghaft, dann immer heftiger. Was für ein erregender Moment! Mein ganzer Körper schien vor Aufregung zu zittern. Ich hielt es nicht mehr aus und kostete endlich davon. Und von da an gab es einfach kein Halten mehr: dieses Gefühl, die warme Scheiße langsam zu essen und sie im Gesicht und auf dem Oberkörper zu verschmieren, ist unvergleichlich. Dazu die warme Pisse. Wenn das braune Gold dann beginnt anzutrocknen – der Prozess setzt nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten ein -, fühlt es sich wie eine zweite Haut an. Als sei man selbst ein Kackhaufen. Es ist das Paradies! Solche Kacksessions (immer in der Badewanne) finden seitdem allerdings nicht so oft statt, wie man vielleicht glauben könnte. Im Schnitt vielleicht zweimal im Monat, und dann immer nur am Wochenende. Die richtige Stimmung muß da sein. Und natürlich kommt es auch darauf an, welche Stimulanzen gerade im Blutkreislauf herumschwirren. Aber wenn alles passt, wenn Körper und Geist elektrisiert sind, die Nase taub ist und das Hirn kurz vor der Explosion steht, ist es der Hammer! Ich wüßte nicht, wie ich diese Glücksgefühle, die ich dann immer dabei empfinde, toppen könnte, oder gar in Worte fassen soll. Schwer zu beschreiben. Eine ganze lange Nacht geht dann jeweils dabei drauf, bis die getrocknete Kacke buchstäblich von meinem Körper bröselt. Einmal hatte ich zwei ganze Tage und drei Nächte am Stück damit zugebracht; ich vergaß Zeit und Raum. Ich war in meiner Galaxie. Und ich war unendlich glücklich.

Am liebsten koste ich von den Kackwürsten, die unverdauten Mohn aufweisen. Die haben das beste Aroma. Diese Mischung – der herb-bittere Kotgeschmack, gemischt mit dem Geschmack des Mohns – ist allerhöchster Genuß. Fast so gut ist der ganz eigene Geschmack von Dünnpfiff oder von Scheiße, die breiig ist und auf der Hand zergeht. Die läßt sich auch am besten auf dem Körper verschmieren. Nicht wirklich angetan bin ich von Kacka, das der Darm ausscheidet, nachdem man vorher Chemikalien zu sich genommen hat. Da geht viel vom Kotgeschmack verloren und man schmeckt quasi nur die Tabletten. Ganz schlimm ist Antibiotika. Wirklich abstoßend finde ich den dunklen, fast schon schwarzen Kot, der entsteht, wenn man sich Stunden vorher mit Rotwein zugeschüttet hat. Oft ist er dann auch zu hart.

Mittlerweile kommen zwei Kumpels, beide anfang 20 und verdammt sexy und extrem niedlich, regelmäßig zu Besuch und beglücken mich mit ihren Hinterlassenschaften. Chris und Danilo. Zwei Heteroboys, die nichts voneinander wissen. Ich war direkt erstaunt, daß sie so cool darauf reagierten, als sie erfuhren, auf was ich so stand. Hätte es nie für möglich gehalten, daß sie sich dann auch noch bereiterklären würden, für mich ab und zu ins Badezimmer zu kacken und zu pissen. Während Danilo laut lachend sofort damit einverstanden war, zögerte Chris eine Weile. „Ich glaube, ich kann sowas nicht!“, war seine erste Reaktion darauf. Mit Engelszungen redete ich etwa vier Monate auf ihn immer wieder ein, bis auch er einwilligte. Allerdings wollen beide nicht direkt mit dieser Sache etwas zu tun haben. Ich versuchte bereits des Öfteren, sie dazu zu bringen, aktiv mitzumachen, vor allem dann, wenn sie selbst schon einen im Tee hatten, in erster Linie Danilo. Aber beide winkten jedesmal amüsiert ab und meinten, daß das nicht so ihr Fall wäre. Schade. Aber immerhin – Danilo durfte ich schon beim kacken mitzuschauen. Das war ein großer, vielleicht sogar auch der bisher schönste Moment für mich im Leben, den man mit Gold nicht aufwiegen kann. Bei ihm habe ich sogar das Gefühl, daß es ihm gefällt, daß ich so extremst auf seine Pisse und Kacke abfahre. Das Lustige ist, daß ich aus seiner Kacke herausschmecke, ob er vorher gekifft hat. Sie schmeckt dann ein wenig nach Gras. Geiles Aroma, noch besser als die Mohnkackwürste! Danilo lacht dann immer, wenn ich ihn später per SMS oder am Telefon darauf hinweise. Bis jetzt lag ich immer richtig. Sein Kacka mag ich sogar noch mehr als das von Chris. Ich weiß nicht, was Danilo so alles in sich reinmampft, aber er produziert fast immer wirklich fette und dampfende Haufen. Richtige Berge. Chris‘ Scheiße hingegen ist schöner anzusehen. Wunderschöne lange und helle Kackwürste, die sehen immer aus wie gemalt.

Auf die Exkremente eines anderen Kumpels, Silvester, bin ich auch seit Ewigkeiten scharf. Er weiß es auch und hat keine Probleme damit. Leider lebt er jetzt in Holland oder Spanien. Silvester bot mir vor ein paar Wochen an, seine Kacke in Alufolie verpackt mit der Post zu schicken, aber das ist nicht dasselbe. Ich will es frisch und warm. Mein bester Kumpel Chrissy, der leider auch viel zu weit weg wohnt, hatte dieselbe Idee. Wie auch immer – ich bin mir nicht sicher, ob die beiden wirklich wissen, wie viel mir ihre Angebote bedeuten. Und Silvester übertraf es sogar noch: in seiner neuesten Nachricht an mich schrieb er: „Daß du Kacka magst kann ich akzeptieren, aber ich verstehe es nicht. Also, ich würde ungern Kacka essen. Aber wenn ich mal wieder in München zu Besuch bin, kannst Du gerne mein Kacka essen, wenn Du magst!“. Ich bin fast im Dreieck gesprungen, als ich das las. Das wäre für mich wie Weihnachten und Geburtstag in einem.

In erster Linie fahre ich generell auf junge Kerle ab, die so um die 20 sind. Und was für heiße Exemplare da draußen herumlaufen. Diese kleinen Hip-Hop-Kerlchen. Neulich saß ich neben einem solchen und wartete auf den Bus. Er war in Gedanken und rotzte langsam und genüsslich auf den Boden. Am liebsten hätte ich es aufgeleckt. Am liebsten hätte ich ihn mit nach Hause genommen und gebeten, mir ins Maul zu kacken. Ich hätte ihn fragen sollen, aber an diesem Abend hatte ich nicht genug Eier in der Hose. Solch Begegnungen wiederholen sich immer wieder mal. Eigentlich ist es zum heulen, wenn ich daran denke, daß diese jungen Götter ihre Ausscheidungen achtlos ins Klo runterspülen. Warum benutzen sie mich nicht? Zum Glück habe ich Chris und Danilo, ansonsten würde ich durchdrehen. An dieser Stelle darf ich Nicolai nicht vergessen, ein Facebook-Kumpel – wenn er in meiner Stadt leben würde, käme er sicher auch ab und zu vorbei, um mich mit seinem Kaviar zu verwöhnen. Einmal hat er mir ein Photo von seiner Scheiße geschickt, was mich wirklich gefreut hat.

Mit größter Leidenschaft und Hingabe photografiere ich auch seit zwei Jahren meine Kackwürste, zumindest die, die mir besonders gut gefallen. Dabei gebe ich ihnen dann auch Namen, meist amerikanische Jungennamen. Es kostet oftmals große Überwindung, „meine Kinder“ anschließend hinunterzuspülen. Ich wünschte, ich könnte sie konservieren, damit sie immer frisch blieben. Man verliebt sich halt schnell in sie. Zur Zeit stelle ich eine Collage mit den geilsten Scheißhaufen zusammen. Die Arbeit daran erregt mich sehr.

Eigentlich sollte ich Hausmeister einer Berufsschule sein, die nur von jungen und wilden Boys besucht wird. Wie die Jungstoiletten dort aussehen, kann ich mir lebhaft vorstellen. Wäre ein Traumjob, dort arbeiten zu dürfen. Auch wäre ich gerne Kotwissenschaftler mit einem eigenen Labor und Testpersonen, die ihre Ausscheidungen zur Verfügung stellen. Manchmal stelle ich mir auch vor, im Klärbecken einer Großstadt zu treiben. Nackt. Ringsum nur Exkremente, und ich mittendrin. Dann gehe ich langsam unter, und meine Lungen füllen sich mit der Scheiße von knapp einer Million Arschlöchern aus dieser Stadt. Ich bin endlich zu einem einzigen Scheißhaufen geworden. Das wäre ein schönes Ende.

Mittlerweile ist mein brauner Fetisch kein Geheimnis mehr. Spätestens, als ich Ende 2014 eine ziemlich eindeutige Weihnachtsgrußkarte an Freunde und Bekannte schickte (sie zeigte Photos von mir, wie ich zugeschissen in die Kamera blickte), war jedem klar, was Sache ist. Erstaunlich fand ich, daß das besonders bei den Mädels gut ankam. Zwei boten mir sogar an, auch mal ihren Kot zu verköstigen. Frauenscheiße! Lustigerweise stelle ich mir da immer vor, sie sei einparfümiert. Vor allem das Angebot von Nadine, eine wundervolle und begehrenswerte Frau, hat für mich einen ganz besonderen Reiz. Leider wohnt auch sie mehrere hundert Kilometer entfernt, was aber letzten Endes kein Hinderungsgrund ist. Schlußendlich sind es nur vier bis fünf Stunden, die uns voneinander trennen. Ich hoffe sehr, daß unser Treffen eines Tages klappt. Das wäre für mich ein neuer großer Moment. So ziemlich das einzige, worauf ich mich überhaupt noch wirklich freuen kann. Ähnlich wie bei Silvester und Chrissy vermute ich, daß auch sie nicht wirklich realisiert, wieviel mir ihr kaum zu überbietendes Angebot bedeutet. Ich kann es kaum erwarten.

Samstag, den 27.November 2010 (Tagebucheintrag):

„Oft träume ich davon, von jungen gutaussehenden Araberboys entführt zu werden! Sie bringen mich in einen Wald, wo sie mich brutal mit Baseballschlägern verdreschen. Dann zwingen sie mich, meine Kleidung auszuziehen. Sie fesseln mich auf einen gefällten Baum und setzen mir eine Krone aus Stacheldraht auf. Alle fünf Jungs holen ihre Schwänze raus und pissen auf meinen nackten Körper. Dann drehen drei von ihnen sich um und kacken auf mein Gesicht, das danach komplett zugeschissen ist. PISSE UND KACKE, PISSE UND KACKE, PISSE UND KACKE… Der Anführer von ihnen, ein etwa 19-jähriger Marrokaner, schneidet mit einem rostigen Cuttermesser laut lachend meinen Penis und meine Hoden ab, was einen unvorstellbar brennenden Schmerz verursacht. Jedesmal, wenn ich anfangen will zu schreien, gerät übermäßig viel Kot und Dünnpfiff in meinen Rachen. Ich befürchte, daran zu ersticken. Ein anderer aus der Truppe, ein muskolöser Schmachtaffe in grauen Jogginghosen, übergießt meinen Körper mit Terpentin. Dann schreit er: `DU HAST KEIN ANDERES ENDE VERDIENT, DU SCHWULE SAU! FICK DICH, DU KRANKER HURENSOHN! DU DRECKIGER SCHEIßEFRESSER! الله أكبر

!´, und zündet mich an. Ich brenne lichterloh.“  


Ursprünglich war dieser Bericht als eigenständige Broschüre geplant gewesen, bevor Mäck ihn in die Sammlung ‚Der Kranke Hurensohn‘ aufnahm. Der Urtext wurde im Januar 2015 geschrieben und zwei Monate später vervollständigt.

Bildquelle: (c) DA

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